Nie wieder vierter Stock

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Knut – ein waschechter B(ä)erliner

Halli Hallo liebste Leser,

ich hoffe Euch geht es gut und Ihr habt den Übergang von Sommer auf Herbst gut überstanden? Ich bin ja die letzten Tage auf meinem Fahrrad fast erfroren morgens und abends – ein Wunder, dass ich meine Finger noch spüre und tippen kann. Aber sind wir ehrlich es hätte nicht ewig so weiter gehen können und Mitte November darf es kälter werden. Als ich heute füh aus dem Fenster geguckt habe und den dicken Nebel gesehen habe, habe ich mich entschieden mein Rad zu Hause zu lassen und mit der U-Bahn zu fahren. Da gibt es ja diese wunderbaren Fernseher oben an den Decken, so dass fast der ganze Wagen während der Fahrt kollektiv an die Wagendecke starrt. Najaaa aber dabei bin ich auf folgendes Thema gestoßen – Knut unser Berliner (Eis-)Bär.

Ja ich seh jetzt schon das Augenrollen bei einigen Lesern, aber der kleine Knuddelbär hat mich damals auch total begeistert. Der Eisbär Knut hat damals mit seinem Bruder am 5.12.2006 das Licht der Welt im Berliner Zoo erblickt. Ich habe es noch so in Erinnerung, dass es die erste Eisbärengeburt nach 20 Jahren war, entsprechend war das ein wahres Großereignis. Die Mutter hat die Beiden aber nicht angenommen, so dass der kleine Bruder von Knut ist nach vier Tagen verstorben ist und Knut „gerettet“ werden musste. Seinen Ziehpapa kennen wir auch noch alle – Thomas Dörflein hat sich liebe- und hingebungsvoll um den kleinen Eisbär gekümmert. Der Einsatz wurde auch belohnt, indem Knut immer größer und kräftiger wurde. Nachdem er mit 3 Monaten kräftig genug war konnte er dem Publikum präsentiert werden. Nachdem die Menge ihn gesehen hat, haben ihn alle in ihr Herz geschlossen. Wie konnte man sich den dunklen Knopfaugen auch verschließen? Und dann ging es wie ein Lauffeuer und die ganze Welt schien Knut-Infiziert zu sein, die Leute standen zu hundert vor dem Gehege und haben geschrieben, gespendet und fotografiert. Ich gebe zu, in der Phase ging mir der Hype etwas zu weit, aber süße fand ich ihn auch. Naja die erste schlechte Nachricht erreichte uns Ende September 2008, als man Thomas Dörflein tot in seiner Wohnung auffand. Damals waren viele von dem plötzlichen Versterben erschrocken, doch Knut konnte das Ablösen von seinem Ziehvater anscheinend gut verkraften.

Zwei Jahre konnte Knut noch im Berliner Zoo auf seiner Anlage leben und hatte sogar längeren Besuch durch die Eisbären Giovanna aus dem Tierpark Hellabrunn. Am 19. März 2011 gingen für die Knut-Fans schreckliche Bilder um die Welt, die den Todeskampf des Eisbären zeigten. Knut litt anscheinend an einer Hirnhautentzündung, die bei den großen Raubtieren schwer zu diagnostizieren ist und ist auf der Eisbärenanlage verstorben. Ich denke, wir haben den „Schock“ verwunden und können gut in unseren Leben weiter machen :) Jetzt soll es für Knut ein Denkmal aus Bronze, dass ca. 50.000 € kosten soll, geben. Thomas Ziolko, der Vorsitzende der Zoo-Förderer, betonte wohl in einer Mitteilung: “Knut wird in den Herzen vieler Besucher weiterleben, dennoch gilt es mit dem Denkmal etwas Bleibendes für kommende Generationen zu schaffen, damit die Einzigartigkeit dieser Tierpersönlichkeit erhalten bleibt.“

Was sagt Ihr dazu? Ist Knut ein Wahrzeichen von Berlin? Ist das alles nur ein Hype oder ward ihr auch „Knut-Verliebt“?

Ich freu mich,

Eure Caro

 

Foto: Webwebwebber / pixelio.de

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Veröffentlicht am: 09. November 2011
Kategorie: Berlin(er)leben von Caro Tags: Berliner Zoo • Knut

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