Lärm in Berlin
Lärm scheint im Moment ja echt die Gemüter zu bewegen – vor allem die Berliner. Und so habe ich mich interessehalber mal etwas im Netz über Lärm in Berlin schlau gemacht.
Laut dem Senat für Stadtentwicklung sind folgernde Lärmquellen die Hauptursachen für den Krach in Berlin:
- Straßenverkehr
- Bundesautobahn: 84,4 km
- Bundesstraße: 191,3 km
- Gemeindestraße: 1085,6 km
- Straßenbahnverkehr und Verkehr oberirdische U-Bahn
- Straßenbahn: 188,4 km
- U-Bahn: 26,3 km
- IVU-Anlagen
- 1 Industrieanlage
- 18 Kraftwerksstandorte
- Flugverkehr
- Flughafen Tegel
- Eisenbahnverkehr: 1066,0 km
- Fern- und Güterverkehr
- S-Bahn
Nicht aufgezählt sind hierbei laute Nachbarn und Open-Air-Veranstaltungen.
Bei der steigenden Anzahl an Bürgerinitiativen wird das sicherlich aber nur eine Frage der Zeit sein, bis diese dort auch aufgenommen werden.
Außerdem gibts es auf der Internetseite eine Reihe von Karten, auf denen die Belastung nach Lärmquellen und Tageszeit visualisiert wird.
Zum Beispiel die Lärmkarte für Straßenlärm (ganztägig):

Und man glaubt es kaum, die Politik wurde aktiv (zumindest hat man einen Plan gemacht
): 2008 wurde ein mehrstufiger Lärmminderungsplan entwickelt.
Ziel: Minderung des Umgebungslärms, d.h. der Lärmbelastungen im Außenraum –> geschützt werden soll der gesamte Aufenthaltsraum der Bevölkerung einschließlich des Wohnumfeldes
Dabei sind aktive (Verkehrsbeeinflussung) den passiven Maßnahmen (z.B. Lärmschutzfenster) vorzuziehen.
(Quelle: Lärmaktionplan als pdf-Dokument)
Ah ja. Na da schauen wir einmal, wie sich der Lärm entwickelt. Und wann endlich Nachbarn und Konzerte im Aktionsplan landen und es in der Großstadt leiser als auf dem Dorf wird.

September 25th, 2009 at 19:49
Also ich bin – jetzt wo ich ein wenig älter werde – sowas von genervt vom vielen Lärm in Berlin. Dabei ist es nicht unbedingt das Hintergrundrauschen sondern eher die Menschen, die versuchen das Hintergrundrauschen zu übertönen. Hupen … schreien … gröhlen … mein Gott ich werde alt!
September 29th, 2009 at 16:46
Oh ja, das Hupen! Das geht mir ja echt auch auf den Keks. Vor allem, da ich an einer vielbefahrenen und damit auch “behupten” Straße wohne.
Das ist aber in anderen Großstädten wie New York noch schlimmer als bei uns. Das nehm ich mir immer als Trost.